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Das europäische "Gemeinschafts-system für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung" (Community Eco-Management and Audit Scheme, EMAS) ist ein frühes und schönes Beispiel für Nachhaltigkeits-schwindel. Gepuscht von Beratern und Zertifizierern, die sich eine gute Enkommensquelle verschafften, wurde es als "System der Spitzenleistung" ("system of excellence") verkauft und suggeriert, dass die zertifizierten Organisationen Höchstleistungen in Sachen Umweltschutz vollbringen.

Tatsächlich gibt es keinerlei Anforderungen hinsichtlich der Umweltleistung (abgesehen von der Einhaltung der Gesetze, was nicht gerade atemberaubend ist). Mit anderen Worten: die EMAS-Zertifizierung ist nicht selektiv sondern kann von allen Organisationen erworben werden (wie gering die Umweltleistung auch inmer sein mag). So maximiert man Umsätze und produziert grüne Seifenblasen! EMAS kann man zurecht als Vorläufer von Corporate Social Responsibility (CSR) ansehen (siehe den diesbezüglichen Abschnitt).

Auf Initiative des Verbraucherrates verlangte eine Koalition der europäischen Umwelt– und Verbraucherverbände (ANEC, BEUC, ECOS, EEB) eine Totalreform des EMAS-Systems bei seiner letzten Revision. Gefordert wurde ein tatsächliches „system of excellence“ mit substantiellen Leistungsanforderungen (wie beim Umweltzeichen für Produkte), verbindlichen Indikatoren, Benchmarks und klar definierten Berichtspflichten. Leider ist die Initiative gescheitert. Man sollte EMAS einfach abschaffen.

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